PlayFair – Respect Music

Am Institut für musikpädagogische Forschung (ifmpf) wurde zum Januar 2009 ein neues Forschungsprojekt etabliert, das sich mit der Wertschätzung von musikalisch-kreativen Leistungen bei Kindern und Jugendlichen befasst. „PlayFair - Respect Music“ lautet der Name des Projektes, das neben der Forschung auch die Entwicklung von Aufklärungs-maßnahmen umfasst.
Prof. Dr. Hans Bäßler, der das Projekt entwickelte, erklärt: „Nur über die Sensibilisierung für kreative Leistungen kann auch die Wertschätzung von Musik langfristig bestehen. Dabei haben Lehrer eine Vorbildfunktion, die enorm wichtig ist.“ Für die Koordination von „PlayFair - Respect Music“ ist Daniel Reinke zuständig, der seit Anfang des Jahres als wissenschaftlicher Mitarbeiter am ifmpf tätig ist.

Die Folgenden Fragen und Antworten geben einen ersten Überblick über das Projekt:

1. Was ist PLAY FAIR - respect music?
Ein Aufklärungsprojekt, das die Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH) und der Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) zusammen mit dem Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) initiiert haben. Langfristig soll die Wertschätzung von musikalisch-kreativen Leistungen einen breiten gesellschaftlichen Konsens finden. Der Wert von Kreativität ist schließlich unabhängig von Trägermedien wie CD, DVD oder Büchern. Nur weil man digitale Produkte nicht anfassen kann, sind sie nicht weniger wert.

2. Welche konkreten Ziele werden mit diesem Projekt verfolgt?
Durch welche Maßnahmen sollen diese Ziele erreicht werden? Die mittelbaren Ziele sind: Kreativen Musikunterricht an Schulen zu aktivieren bzw.
animieren, kulturelles Bewusstsein für Musik zu wecken, der Entwertung von Musik entgegenzuwirken und Illegale Downloads & Kopien zu bekämpfen.
Langfristig sollen Konzepte zur Lehrerfortbildung entwickelt sowie gesellschaftliche Aufmerksamkeit für den PLAY FAIR-Gedanken geweckt werden.

3. Wer sind die Zielgruppen für dieses Projekt?
Die Zielgruppen von PLAY FAIR sind in erster Linie Lehrerinnen und Lehrer, da Sie im Rahmen der Schulischen Bildung als Multiplikator für Kinder und Jugendliche eine Schlüsselposition innehaben. Sie sind Vorbilder für die Schülerinnen und Schüler.

4. Auf welchen Zeitraum ist dieses Projekt angelegt?
Zunächst auf drei Jahre, bis Ende 2011. In diesem Zeitraum wird das Fundament für die langfristige Zielsetzung geschaffen, Wertschätzung von Kreativität gesellschaftlich stärker zu verankern. Vor allem die aus der wissenschaftlichen Begleitforschung gewonnen Erkenntnisse dienen während dessen als konzeptionelle Grundlage.

5. Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird aus den Erlösen der Piraterieverfolgung finanziert. Denn schließlich soll durch die Aufklärungsarbeit langfristig auch das illegale Downloaden stark eingedämmt werden.

6. Warum unterstützt der Bundesverband Musikindustrie dieses Vorhaben?
Aus originärem Interesse an musikalischer Vielfalt unterstützt der BVMI dieses Projekt. Wenn die Existenzgrundlage für Künstler und Produzenten bedroht wird, leidet die zukünfitge musikalische Vielfalt erheblich darunter. Das gilt es zu verhindern.

7. Ist dieser Ansatz nicht etwas anachronistisch? Müsste die Musikindustrie nicht eher daran denken, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, anstatt die
Konsumenten umzuerziehen?
Neue Geschäftsmodelle sind oft eher kurzlebiger Natur. Der PLAY FAIR Gedanke zielt aber auf langfristige Nachhaltigkeit ab und ist daher keineswegs anachronistisch, sondern zeitlos. Er unterstützt permanent die zukünftige Entwicklung von neuen Ansätzen der Musikwirtschaft.

 

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Zuletzt bearbeitet: 09.05.2009

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