Tagungen

Zum 75. Geburtstag des Komponisten Alfred Schnittke

Zum 75. Geburtstag des Komponisten Alfred Schnittke veranstaltet die Hochschule für Musik und Theater Hannover vom 27.-29. November 2009 ein internationales Symposium, das sich dem Aufkeimen postmoderner Tendenzen in der Musik der früheren „Ostblock“-Staaten widmet. Als einem der Exponenten sowjetischer Neuer Musik fiel Schnittke in den 1960er bis 1980er Jahren eine zentrale Rolle in diesem Stilwandel zu: Seine polystilistische Schreibweise, vom Komponisten selbst als Reaktion auf den Verlust eines einheitlichen musikalischen Bewusstseins apostrophiert, scheint wie in einem Brennglas wesentliche Züge postmodernen Denkens wie Pluralität und Mehrfachcodierung zu vereinen. Allerdings stellt sich die Frage, inwieweit diese nach heutiger Auffassung nahezu idealtypische Ausprägung einer musikalischen Postmoderne tatsächlich mit gleichzeitigen westlichen Konzeptionen zusammenhängt. Denn in der Sowjetunion der 1960er/1970er Jahre hatte Schnittke es mit völlig anderen musikästhetischen Normen (des sozialistischen Realismus) zu tun als die Komponisten des damaligen Westens, die eine „Korrektur an der Moderne“ vornahmen, nicht eine Korrektur am Traditionalismus. Weiterhin fragt das Symposium danach, ob und wie in anderen Ländern jenseits des eisernen Vorhangs ähnliche Gestaltungsmittel in das Repertoire von Komponistinnen und Komponisten einzogen und welche Kontroversen diese Musik insbesondere in den deutschsprachigen Ländern ausgelöst hat.

Hier finden Sie den Flyer des Schnittke-Symposiums

2. Niedersächsischer Studientag Musikwissenschaft

Der 2. Niedersächsische Studientag Musikwissenschaft wird am 4. Juli 2009 in der Zeit von 10.00–17.30 Uhr an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Emmichplatz 1, 30175 Hannover, stattfinden. Hierzu sind alle Studierenden und Lehrenden des Fachs Musikwissenschaft an niedersächsischen Hochschulen herzlich eingeladen!

Der Studientag soll einerseits dem wissenschaftlichen Nachwuchs an niedersächsischen Hochschulen ein Forum bieten, in einem hochschulübergreifenden Rahmen Dissertationsprojekte aus dem Fach Musikwissenschaft vorzustellen und zu diskutieren. Entsprechend dem breiten Profil des Faches an niedersächsischen Hochschulen können die Projekte in allen Teilbereichen der Musikwissenschaft und der Musikpädagogik angesiedelt sein. Voraussetzung für eine Präsentation ist lediglich, dass die Projekte von einer Hochschullehrerin oder einem Hochschullehrer an einer niedersächsischen Hochschule im Fach Musikwissenschaft oder Musikpädagogik betreut werden.
Der Studientag soll andererseits auch den Studierenden vor dem Examen ein Forum zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch bieten. Hierzu wurden einige Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftler eingeladen, die außerhalb des Hochschulbereichs tätig sind und während des Studientags über ihre berufliche Karriere referieren und für Fragen der Studierenden zur Verfügung stehen.

Alle Informationen finden Sie hier zum Infomaterial Download Werbeflyer Download

„Musikpsychologie im Kontext"

Tagung zum 25. Gründungsjubiläum der DGM in Hannover

Vom 12.–14. September 2008 spürten 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie e.V. (DGM) den vielfältigen interdisziplinären Verbindungen des Fachs und den damaligen Visionen ihrer drei Gründer Klaus-Ernst Behne, Helga de la Motte-Haber und Günter Kleinen nach. Der Ort der Tagung war bedeutungsträchtig, denn die Gesellschaft hatte hier 1983 ihren Anfang genommen. Die Keynotes (eingeladene Gastvorträge) zum Tagungsthema "Musikpsychologie im Kontext" gaben Einblicke in traditionelle fachspezifische und neue Schwerpunkte der systematischen Musikwissenschaft sowie Ausblicke auf Möglichkeiten der fachlichen Vernetzung und Interdisziplinarität. 14 weitere Vorträge sowie 30 angemeldete Posterbeiträge ergänzten das Bild einer überaus aktiven und international vernetzten deutschen Musikpsychologie.

Die mit 25 Jahren vergleichsweise junge Gesellschaft für Musikpsychologie hatte allen Grund zum Feiern: Die Vereinigung von systematischen Musikwissenschaftlern, Musikpädagogen, Psychologen und Medizinern ist seit ihrer Gründung in der deutschen Forschungslandschaft bekannt und hat seit einigen Jahren den Anschluss an die internationale Forschung gefunden. In einem Grußwort wies der Präsident der Gesellschaft für Musikforschung (GfM), Detlef Altenburg, auf die wachsende Bedeutung von Teildisziplinen wie der Musikpsychologie, Musiksoziologie, Musikethnologie und Popmusikforschung neben der historischen Musikwissenschaft hin. Er forderte unter großer Zustimmung der Anwesenden zu weiteren interdisziplinären Kooperationen auf.

Klaus-Ernst Behne, ebenfalls Gründungsmitglied der Gesellschaft und ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hannover, ließ in seiner Ansprache während des Festakts im Hörsaal der Hochschule die damalige Gründungssituation noch einmal Revue passieren. Behne plädierte für eine Neuorientierung der Musikwissenschaft als Kulturwissenschaft. Sie müsse stärker eine „Ästhetik von unten“, d.h. die Alltagskultur der Menschen, in den Blick nehmen. Warnend bemerkte Behne den Abbau von Hochschulstellen im Bereich der Musikwissenschaft. Künstlerisch wurde der Festakt von Inna Klause am Akkordeon gestaltet. Ihr gelang es u. a. mit ihrer Zolotarev-Interpretation eine fast atemlose Spannung im Saal zu erzeugen. Im Rahmen des Festakts wurde auch eine Festschrift zum Jubiläum vorgestellt, die in der Publikationsreihe des Instituts für Musikpädagogische Forschung erschienen ist (im Auftrag der DGM herausgegeben von Andreas C. Lehmann & Reinhard Kopiez).

Im weiteren Verlauf der Tagung war den drei Gründern Freude und Erleichterung anzumerken, denn die Öffnung der systematischen Musikwissenschaft hin zu anderen Bezugswissenschaften sowie die engagierte Diskussion nach den nationalen und internationalen Fachvorträgen entsprachen ganz ihren ursprünglichen Visionen. Die Vorträge und Poster, in denen aktuelle Forschung vorgestellt wurde, die die gesamte Bandbreite der Musikpsychologie mit ihren Bezugsdisziplinen abdeckte, wurden mit großem Interesse und angeregten Diskussionen aufgenommen.  Markus Büring

Tagungen - eiin Rückblick

Das Koster
Ort kulturellen Handelns von Frauen in der Frühen Neuzeit

Ein interdisziplinäres musik- und kulturwissenschaftliches Symposion

vom 5. bis 7. Juni 2008

Veranstaltungsorte:
Hochschule für Musik und Theater Hannover
Kloster Wennigsen
Kloster Wülfinghausen
Kloster Wienhausen

Die Forschungsgruppe "Orte der Musik" im Forschungszentrum Musik und Gender (fmg) der HMTH hat in Kooperation mit der Klosterkammer Hannover diesen interdisziplinären Kongress zum "Thema Kloster. Ort kulturellen Handelns von Frauen in der Frühen Neuzeit" vorbereitet, der Teil der Gedenkjahr-Veranstaltungen der Klosterkammer Hannover für Elisabeth von Calenberg ist.

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Tagungen 2007 - ein Rückblick

International Symposium Evolution of Emotional Communication:
From Sounds in Nonhuman Mammals to Speech and Music in Man

EEC 2007
27. bis 29. September 2007
Hochschule für Musik und Theater Hannover

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Zuletzt bearbeitet: 30.10.2009

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