Festabende
Festkonzert am 24. April 2009
Die Stiftung für die Hochschule für Musik und Theater hat eingeladen zum Festkonzert zugunsten der HMTH am Freitag, 24. April 2009 um 19:00 Uhr Konzert- und Theatersaal der HMTH.
Der Abend war ein besonderes Event für unsere Förderer und Sponsoren sowie der Hochschule gesonnene Persönlichkeiten.
Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Stephan Weil übernommen.
Aus der HAZ vom 27. April 2009
Meister und Schulmeister
Von Rainer Wagner
Es gab überraschende Einsichten beim Festkonzert zugunsten der Musikhochschule Hannover. Das sollte zum einen Dank an die Förderer und Zustifter sein, zum anderen aber noch weitere Unterstützer animieren. Ministerin Ursula von der Leyen, die drei ehemaligen Hochschulpräsidenten Jakoby, Behne und Becker und viele Musikfreunde erlebten ein kurzweiliges Konzert, in dem die anmoderierenden Professoren wohltuend kurz angebunden waren. Die Musik sprach schließlich für sich. Messiaens Orgelmeditation etwa, die Maximilian Schnaus als brausenden Glaubensbekenntnis anstimmte. Das blutjunge Geschwisterpaar Dorothea Stepp (mit Dreiviertelgeige und keck ausgestelltem roten Schuhwerk), und Jan Stepp demonstrierte mit Poulencs Violinsonatensatz Spielwitz und Spielfreude.
Mareike Braun entdeckte bei Brahms latente Dramatik im Kunstlied, und Angelos Kritikos entwaffnete mit einem virtuosen Posaunenstück von Ropartz alle Kritiker, die in dieser Pièce nur ein Übungsstück sehen. Rundum meisterlich zeigten sich Agata Szymczewska und Hinrich Alpers bei Szymanowskis „Notturno e Taratella“, dennoch wurden die polnische Geigerin und ihr deutscher Klavierpartner in der Abstimmung um den Publikumspreis nur auf Platz zwei gesetzt (vor Mareike Braun). Siegerin wurde Mariya Kim, die zielstrebig und feurig Liszts zwölfte „Ungarische Rhapsodie“ spielte. Für Klavierschattierungen war ihr Ehemann Michail Lifits zuständig, der Rachmaninow differenziert intonierte. Ein Fest(konzert) war’s, eine Tradition soll es werden.
Ein Gala-Abend mit preisgekrönten Studierenden der HMTH
Am Freitag, den 25. April 2008 öffnete die HMTH ihre Türen zur ersten Benefiz-Preisträger-Gala zugunsten der Stiftung für die HMTH. 12 Musikerinnen und Musiker spielten stellvertretend für die 70 Preisträgerinnen und Preisträger der HMTH aus dem Jahr 2007 und sie boten dem geladenen Publikum aus Wirtschaft, Politik und Kultur ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Und diese Gala soll keine einmalige Veranstaltung bleiben: zukünftig wird die HMTH jedes Jahr Ende April, zu Ehren ihrer Preisträgerinnen und Preisträger einladen.
Aus der HAZ, vom 28. April 2008
Triumph der Virtuosen
Preisträgergala in der Musikhochschule Hannover
Von André Mumot
„Wir hätten auch den Kuppelsaal füllen können“, sagt Rolf-B. Klieme, Präsident der Hochschule für Musik und Theater. „Aber wir wollten unsere Gäste lieber zu uns ins Wohnzimmer einladen, in die Hochschule also.“ Dieses Wohnzimmer ist elegant eingerichtet: Der Konzert- und Theatersaal präsentiert sich mit Showtreppe, Videoleinwänden, Kronleuchter und farbigen Vorhängen. Schließlich ist dies die erste Preisträgergala zugunsten der Hochschulstiftung. Allein im Vorjahr wurden 70 Studenten bei internationalen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet, unterstreicht Laudator Michael Klügl, Intendant der Staatsoper. An diesem Abend treten 16 musikalische Solisten und zwei Schauspieler auf.
Das Publikum wird von einem Moment der Virtuosität in den nächsten geleitet, eine Vorstellung ist brillanter als die andere. Wenn das Duo Zenzerovic-Drygas mit Klarinette und Akkordeon einen oft gehörten Piazolla-Tango mit interpretatorischer Intensität auflädt, wird klar, dass Kunst erst da anfängt, wo rasante Fingerfertigkeit selbstverständlich ist. Lilli Wünscher singt eine souveräne Mimi aus Puccinis „La Bohème“ (und ihren ebenfalls sehr guten Partner Christian Engelhardt fast an die Wand). Und Solenne Paidassi (Violine) und Veronika Kopjova (Klavier) entfachen bei Sarasates „Playera“ eine derartig ansteckende musikalische Lebensfreude, dass sie zu Publikumslieblingen werden.
Die Schauspielschüler Robin Sondermann und Natalie Hanslik führen beschwingt durch die Veranstaltung. Dieser Abend ist ein Triumph für die Musikerziehung der Hochschule, für „ihre Brillanz und ihren internationalen Ruf“, wie Familienministerin Ursula von der Leyen unterstreicht. Die Bundesministerin spricht über die Notwendigkeit, „große Begabungen zu erkennen und von Anfang an richtig zu fördern.“ Als hervorragendes Beispiel dient der 14-jährige Geiger Jakob Encke, der seine Sonatine von Martinon mit tiefem inneren Ernst interpretiert.
Es ist eine gelungene erste Gala, zudem ein Vorgeschmack auf kommende Erfolge – was auch die Absolventen früherer Jahrgänge belegen. So tritt Pianist Martin Helmchen auf, spielt begnadet Mendelssohn. Und Lars Vogt, Klavierstar, einst ebenfalls Absolvent und jetzt Schirmherr der Gala, grüßt per Videobotschaft. Und beweist: Weltkarrieren fangen meistens in Wohnzimmern an.
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Zuletzt bearbeitet: 21.01.2010
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